Juristensymposium
Ethische Verantwortung von Juristen: Herausforderungen und Reformansätze
Das Symposium wurde durch Dr. Ts. Davharbayar, Vorsitzender des Gerichtsdisziplinarausschusses und außerordentlicher Professor der Rechtswissenschaften, sowie P. Odgerel, Präsident des Mongolischen Juristenverbands, eröffnet. Der Präsident der Mongolei, Ukhnaa Khurelsukh, übermittelte seine Grußbotschaft an die Teilnehmer, die von Byambajargal, Sekretär des Nationalen Sicherheitsbeirats, verlesen wurde.
Ziel des Symposiums war es, ein gemeinsames Verständnis für die ethischen Standards von Juristen zu fördern, die als Hüter der Menschenrechte, der Freiheit und der Werte einer demokratischen Gesellschaft agieren – unabhängig von ihrer beruflichen Stellung oder Funktion. Im Mittelpunkt standen die aktuellen Herausforderungen und zentralen Fragen zur Ethik im juristischen Bereich, insbesondere in Bezug auf die Arbeit von Richtern, Staatsanwälten, Anwälten und Notaren. Dabei wurde intensiv nach Reformansätzen gesucht, um die ethischen Standards in der juristischen Praxis weiter zu festigen und auszubauen.
Die Veranstaltung bot eine Reihe aufschlussreicher Vorträge. Prof. Eric Hilgendorf, Leiter des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtstheorie und Informationsrecht an der Universität Würzburg, hielt einen Vortrag zur „Ethischen Verantwortung von Juristen in Deutschland“.
In einer anschließenden Diskussion wurde die Ethik von Richtern und Staatsanwälten thematisiert. Dabei wurde betont, dass die Begriffe „Berufliche Verantwortung der Juristen“ eine Vielzahl von Werten umfassen – darunter Ethik, Verantwortung, Menschlichkeit, Ehre, öffentliches Verhalten, psychologische Stabilität sowie das Bewusstsein für das Glück und das Leiden nicht nur im Leben des Mandanten, sondern auch im weiteren Kontext des juristischen Berufs. Die Teilnehmer betonten die Notwendigkeit, ein gemeinsames Verständnis über ethische Verstöße im juristischen Beruf zu entwickeln, einschließlich ihrer verschiedenen Formen und Arten. Darüber hinaus wurde die Bedeutung der Wissenvermittlung, der Verhinderung ethischer Verstöße, der Förderung einer Haltung zur Einhaltung beruflicher Normen und der Schulung in ethischen Praktiken von Juristen hervorgehoben.



