Stipendienprogramm
Neues Bayern–Mongolei-Stipendienprogramm gestartet
Stärkung der rechts- und umweltbezogenen Zusammenarbeit zwischen Bayern und der Mongolei Start des von der Bayerischen Staatskanzlei geförderten Stipendien- und Forschungsaustauschprogramms
Ulaanbaatar / München, November 2025 – Die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) Mongolei hat gemeinsam mit der Bayerischen Staatskanzlei ein neues Stipendienprogramm für Forschungsaufenthalte in den Bereichen Recht und Umwelt gestartet. Das Programm fördert den akademischen und professionellen Austausch zwischen Bayern und der Mongolei und ermöglicht jungen mongolischen Nachwuchskräften vertiefte Einblicke in bayerische und deutsche Expertise in Recht, Governance und Umweltpolitik.
Ein Programm, das Recht und Umwelt verbindet
Das zweijährige Programm unterstützt bis zu 15 Expertinnen, Experten und Nachwuchskräfte aus den Bereichen Recht und Umwelt bei kurzzeitigen Forschungsaufenthalten in Bayern. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten arbeiten mit bayerischen Universitäten, Gerichten, Ministerien und Forschungseinrichtungen zusammen, um innovative rechtliche Lösungen und Modelle nachhaltiger Umweltgovernance zu untersuchen.
Das Programm umfasst außerdem:
- Deutschkurse (A1–B2) für Studierende und junge Fachkräfte als Vorbereitung auf mögliche Aufenthalte in Deutschland,
- gemeinsame rechts- und umweltbezogene Seminare mit mongolischen Partnerinstitutionen,
- Unterstützung wissenschaftlicher Publikationen über das Zentrum für Deutsches und Europäisches Recht (ZDER).
Das ZDER vergleichendes Recht, Verwaltungsjustiz und laufende HSS-Kooperationsprojekte.
Beitrag zu Reformprozessen und nachhaltiger Entwicklung
Das Stipendienprogramm unterstützt zentrale Reformprozesse der Mongolei sowie nationale Bestrebungen, Governance-Strukturen im Umweltbereich zu stärken und nachhaltiges Ressourcenmanagement zu fördern.
Durch die Verbindung von Forschung, Praxisbezug und internationalem Austausch trägt das Programm dazu bei, eine neue Generation von Fachkräften auszubilden, die juristische Präzision mit Umweltverantwortung verbindet.
„Dieses Programm baut eine Brücke zwischen bayerischer und mongolischer Expertise“, sagte Felix Jonathan Glenk, Repräsentant der HSS Mongolei.
„Es verbindet akademische Forschung, praktische Weiterbildung und Spracherwerb – und stärkt die professionellen und persönlichen Beziehungen zwischen unseren Ländern.“
Ausbau des Netzwerks
Die ersten Forschungsaufenthalte beginnen im Herbst 2025. Die Ergebnisse der Stipendiatinnen und Stipendiaten werden anschließend in Workshops und Fachseminaren in der Mongolei vorgestellt, um Debatten in Politik, Verwaltung und Wissenschaft zu bereichern.
Parallel dazu startete an der Rechtsfakultät der Nationaluniversität der Mongolei im Herbst 2025 der neue Deutschkurs für Studierende der Rechts- und Umweltwissenschaften, der zukünftige Bewerberinnen und Bewerber auf Forschungsaufenthalte in Bayern vorbereitet.
Hintergrund
Das Stipendienprogramm wird von der Bayerischen Staatskanzlei finanziert und von der Hanns-Seidel-Stiftung Mongolei gemeinsam mit dem Zentrum für Deutsches und Europäisches Recht (ZDER) umgesetzt. Ziel ist es, bilaterale Forschung, akademischen Austausch und wechselseitiges Lernen im Sinne nachhaltiger Entwicklung und rechtsstaatlicher Zusammenarbeit zu fördern.