Print logo
Zur Hauptnavigation springen Zum Hauptinhalt springen

Hackathon
Beteiligung junger Menschen an der Umweltgesetzgebung

Die Beteiligung von Jugendlichen an der Gesetzgebung im Umweltschutz ist entscheidend, um innovative und zukunftsorientierte Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Durch ihre Mitgestaltung tragen sie zur Generationengerechtigkeit bei und stellen sicher, dass die politischen Entscheidungen auch die Interessen künftiger Generationen berücksichtigen.

Im Einklang damit fand ein innovativer Hackathon, das im Rahmen des Policy Empowerment Program, das von der United Nations Association of Mongolia und der Mongolian Bar Association organisiert wurde, statt. Junge Mitglieder des Jugendumweltrates nutzten die Gelegenheit, um gemeinsam konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Umweltgesetze auszuarbeiten. Anschließend präsentierten sie ihre Ideen direkt an politische Entscheidungsträger – ein wichtiger Schritt, um die Stimme der Jugend in umweltpolitische Prozesse einzubringen.

Die Teilnehmenden wurden in vier Gruppen eingeteilt, die jeweils an unterschiedlichen Gesetzesentwürfen arbeiteten:

  1. Umweltschutzgesetz
  2. Forstgesetz
  3. Gesetz über besonders geschützte Gebiete
  4. Klimaanpassungsgesetz

Begleitet wurden sie von Fachexperte, wie Herrn R. Lkhagvabayar, Expert des Umweltausschusses des Mongolischen Juristenverbands, und Frau O. Monkhnasan, leitender Anwalt bei PwC Legal Mongolia Financial Services. Diese vermittelten fundierte Einblicke in den Gesetzgebungsprozess sowie in den rechtlichen Rahmen der Umweltpolitik. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Verständnis juristischer Grundprinzipien und aktueller Herausforderungen in der Gesetzgebung.

Die Jugendlichen setzten sich intensiv mit zentralen Konzepten wie Rechtskohärenz, Normenklarheit und der Vereinbarkeit neuer Gesetze mit bestehenden Rechtsnormen auseinander. Dabei konnten sie ihr Wissen nicht nur theoretisch vertiefen, sondern auch praktisch anwenden. So betonten sie etwa, dass viele gesetzliche Bestimmungen derzeit zu allgemein formuliert seien und dadurch Interpretationsspielraum ließen – ein Risiko für die Rechtsklarheit. Ihre Empfehlungen zielten daher auf eine präzisere, verständlichere und praxisorientierte Gesetzgebung ab.

Neben der inhaltlichen Arbeit erhielten die Teilnehmenden auch Einblick in demokratische Entscheidungsprozesse. Sie lernten unter anderem, wie das Wahlrecht bei Parlamentswahlen funktioniert und welche Bedeutung das Jugendwahlrecht in der politischen Mitgestaltung hat. Ein Teilnehmer formulierte es treffend:

„Ich habe nicht nur gelernt, wie man über Gesetze abstimmt, sondern auch, dass ich mein Wissen ständig erweitern muss, um mich aktiv einbringen zu können.“

 

Die im Rahmen des Hackathons entwickelten Empfehlungen senden ein starkes Signal für mehr Jugendbeteiligung und Transparenz in umweltpolitischen Entscheidungsprozessen. Sie liefern wertvolle Impulse für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Gesetzgebung in der Mongolei. Es ist von großer Bedeutung, dass politische Entscheidungsträger diese Stimmen ernst nehmen und in konkrete Maßnahmen überführen