I. Zielsetzung und Bedeutung der Konferenz
Die Konferenz verfolgte folgende Hauptziele:
- Diskussion der aktuellen Politik und rechtlichen Rahmenbedingungen der Schutzgebiete,
- Abstimmung der Planungen der Verwaltungsbehörden für 2026,
- Analyse der Finanzierungssysteme sowie Entwicklung von Möglichkeiten zur Eigenfinanzierung,
- Vermittlung von Methoden zur Entwicklung leistungsorientierter Managementpläne.
II. Eröffnung und Unterstützung durch internationale Partner
Die Konferenz wurde von Ts. Uranchimeg, Leiterin der Abteilung für Schutzgebietsmanagement des Ministeriums für Umwelt und Klimawandel, eröffnet. Sie betonte die Bedeutung von Reformen im Bereich Leistung, Management und Rechtsrahmen der Schutzgebietsverwaltungen.
Christian Richter, Regionaldirektor der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), hob hervor, dass Deutschland dem Einsatz von Ranger/innen und Umweltschützerinnen große Bedeutung beimisst, und versprach langfristige Investitionen zur Stärkung des Schutzgebietsmanagements.
III. Höhepunkte der dreitägigen Konferenz
Tag 1 (03.12.): Finanzmanagement und zusätzliche Einnahmequellen
- Der erste Konferenztag widmete sich Präsentationen und Workshops zu Finanzierung, Budgetierung und betriebswirtschaftlichen Konzepten:
- Grundlagen eines nachhaltigen Schutzgebietsmanagements – Vortrag von G. Gansukh (Berater),
- Aktueller Stand der Finanzierung der Schutzgebiete – präsentiert von S. Amartuvshin (Programmkoordinator, „Eternal Mongolia“),
- Zusätzliche Einnahmequellen und Möglichkeiten im Ökotourismus – Erfahrungsberichte der Leiter*innen des Khentii Nationalparks und des Khustai Nationalparks.
- Die Teilnehmenden erarbeiteten mittelfristige Pläne zur Einnahmesteigerung – eines der wichtigsten praktischen Ergebnisse des Tages.
Tag 2 (04.12.): Politik, Kooperation und sektorale Herausforderungen
Der zweite Tag begann mit einer Preisverleihung für den Großen Gobi Strictly Protected Area und der Premiere des Dokumentarfilms „Wächter der Großen Gobi“.
Zentrale Programmpunkte waren:
- Schutzgebietspolitik und zukünftige Schwerpunkte – Ts. Uranchimeg,
- Regionale Entwicklung des Tourismussektors – Ministerium für Kultur und Tourismus,
- Paneldiskussion: Schutzgebietspolitik, interinstitutionelle Zusammenarbeit und ressortübergreifende Koordination.
Im Nachmittagsteil wurden zahlreiche Präsentationen und Diskussionen abgehalten:
- Herausforderungen in verschiedenen Schutzgebietskategorien (Nationalparks, Naturreservate, Landschaftsschutzgebiete etc.),
- Ergebnisse laufender Projekte zur Verbesserung des Managements,
- Fachdiskussionen mit Projektexpert/innen.
Tag 3 (05.12.): Rechtsrahmen, evidenzbasierte Entscheidungen und Forschungsergebnisse
Am Abschlusstag wurden grundlegende politische und wissenschaftliche Beiträge vorgestellt:
- Entwurf des überarbeiteten Gesetzes über Schutzgebiete – R. Lkhagvabayar,
- Grundlagenstudien und vorläufige Ergebnisse von Managementplänen – J. Ochirhuyag,
- Finanzierungsstudie für Schutzgebiete – S. Amartuvshin,
- Bedeutung evidenzbasierter Entscheidungsfindung – Thorsten Harder.
Die ehemalige Stipendiatin der Hanns-Seidel-Stiftung, Tseren Tuvshinjargal, präsentierte ihre Studie zur Verbesserung des rechtlichen Rahmens für Ranger und stellte einen Entwurf eines juristischen Handbuchs für Schutzgebietsmitarbeiter vor – eines der ersten umfassenden und praxisorientierten Nachschlagewerke dieser Art.
IV. Ergebnisse der Konferenz
Zum Abschluss wurden folgende gemeinsame Ergebnisse formuliert:
- Empfehlungen für die „Roadmap“ zur Verbesserung des Schutzgebietsmanagements,
- Vorschläge zur Reform des rechtlichen Umfelds der Schutzgebiete,
- Richtlinien für die gemeinsame Planung der Verwaltungsbehörden im Jahr 2026,
- Empfehlungen zur Optimierung des Finanzierungssystems,
- Vorschläge zur Stärkung des rechtlichen Schutzes der Ranger/innen.
Ts. Uranchimeg hielt die Abschlussrede und erklärte die Konferenz für erfolgreich beendet.
V. Mitveranstalter
- Ministerium für Umwelt und Klimawandel der Mongolei
- Hanns-Seidel-Stiftung
- Mongolian Nature Legacy Foundation (MNLGF)
- BACCP-Projekt der deutschen KfW
- Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
- The Nature Conservancy Mongolia