Internationale Konferenz
50 Jahre Schlussakte von Helsinki: Europäische Erfahrungen und asiatische Perspektiven
Ziel der Konferenz war es, die historische Bedeutung der Schlussakte von Helsinki von 1975 zu reflektieren und gleichzeitig über die Übertragbarkeit ihrer Erfahrungen auf aktuelle sicherheitspolitische und kooperationsorientierte Herausforderungen in Asien zu diskutieren.
Hochkarätige internationale Beteiligung
An den zwei Konferenztagen nahmen zahlreiche Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Diplomaten aus Europa, Japan und der Mongolei teil. Unter den Vortragenden waren u.a.
- Prof. Yoko Iwama (GRIPS, Tokyo),
- Prof. Nobumasa Akiyama (Hitotsubashi University),
- Prof. Ken Jimbo (Keio University),
- Dr. Bart Gaens (Finnish Institute of International Affairs),
- Botschafter a.D. Pit Heltmann (Deutschland),
- sowie Vertreterinnen und Vertreter des ISS und der HSS.
Themen und Diskussionen
Die Konferenz gliederte sich in mehrere thematische Panels. Diskutiert wurden u.a.:
- die Entstehung und Wirkungsgeschichte der Schlussakte von Helsinki,
- Rüstungskontrolle und vertrauensbildende Maßnahmen,
- Parallelen zwischen dem geteilten Deutschland und der koreanischen Halbinsel,
- die Rolle von ASEAN in der Sicherheitskooperation,
- Rechtsstaatlichkeit und Entwicklung in Asien,
- sowie die mongolische Außenpolitik im Kontext der „Dritten-Nachbar-Politik“ und einer möglichen OSZE-Mitgliedschaft.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Erfahrungen des Helsinki-Prozesses auch fünfzig Jahre nach Unterzeichnung der Schlussakte für Asien wertvolle Impulse bieten können. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Prinzipien wie Dialog, Kooperation und Rechtsstaatlichkeit in einer Zeit geopolitischer Spannungen zur Stabilität in der Region beitragen können.
Mit der Konferenz leisteten die ISS, die Hanns-Seidel-Stiftung Mongolei und ihre japanischen Partnerinstitutionen einen wichtigen Beitrag zum internationalen Austausch über Frieden, Sicherheit und Zusammenarbeit.