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Wandel bei der Hanns-Seidel-Stiftung
Neuer Repräsentant entsandt

Schon seit 1993 setzt sich die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) – unter dem Motto „Im Dienst für Demokratie, Frieden und Entwicklung“ – für die Etablierung und Entwicklung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in der Mongolei ein.

Die HSS als politische Stiftung mit Sitz in München wird mit Mitteln des deutschen Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert und arbeitet in mehr als 60 Ländern weltweit. Die Vertretung der HSS in der Mongolei empfängt in diesen Tagen einen neuen Leiter.

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Prof. Sarantuya durch Botschafter Dr. h.c. Peter Schaller

Nach knapp 28-jährigem aktiven und engagierten Dienst als Repräsentantin und Wegbereiterin der HSS in der Mongolei beendet die verdiente Juristin und Richterin des Verfassungsgerichts a. D., Prof. Dr. jur. habil. Ts. Sarantuya ihren Dienst für die HSS auf ihrem Wunsch und übergibt die Leitung ihrem Nachfolger, Herrn Felix Glenk. Im Jahr 2013 erhielt Frau Dr. Sarantuya für Ihre Verdienste in der Mongolei und für den Deutsch-Mongolischen Austausch das Bundesverdienstkreuz erster Klasse. Die HSS bedankt sich bei Frau Dr. Sarantuya für den Einsatz und die Leidenschaft während den letzten 30 Jahren, ohne die eine so erfolgreiche Zusammenarbeit der Stiftung und den nationalen Partnern nicht möglich gewesen wäre.

2015: Unterzeichnung der erneuerten Vereinbarung zwischen der HSS und der Regierung der Mongolei zur Förderung und Beratung im Bereich des Rechts und der allgemeinen Verwaltung

In den fast 30 Jahren ihrer Aktivität in der Mongolei stand die Stiftung der Regierung des Landes, vor allem dem Justizministerium, bei der Ausarbeitung von über zehn grundlegenden Gesetzen des öffentlichen Rechts beratend zur Seite. Die HSS unterstützte die nationalen Partner zudem dabei z.B. durch Fortbildungsmaßnahmen für Richter, Juristen und Beamte, durch die gemeinsame Organisation internationaler wissenschaftlicher Konferenzen im akademischen Bereich, bei der Rechtsverbreitung für die Öffentlichkeit, beim Austausch von Juristen beider Länder, auch durch Stipendien, sowie bei der Herausgabe und Unterstützung juristischer Fachpublikationen. In der neunten Projektphase 2022 – 2024 wird der Interventionsbereich durch Fördermaßnahmen zur Umsetzung der Umweltgesetzgebung erweitert.

Herr Felix Glenk, neuer Repräsentant der HSS Mongolei, hat an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg im Fachbereich „Public Management“ studiert, sowie einen Abschluss an der Seoul National University, Graduate School of Public Administration. Seit 2014 bis zu seiner Entsendung in die Mongolei übte er verschiedene Funktionen bei der Hanns-Seidel-Stiftung Korea aus und befasste sich vor allem mit Projekten, die sich für die Förderung der Aussöhnung und des Friedens auf der koreanischen Halbinsel einsetzten.

Nach einem Austausch mit der scheidenden Repräsentantin erklärte Herr Felix Glenk: „Die Hanns-Seidel-Stiftung arbeitet seit fast 30 Jahren sehr erfolgreich in der Mongolei. Das Projekt wurde von Frau Dr. Sarantuya aufgebaut und es ist Ihr Verdienst, dass wir heute zurückblicken und all die Errungenschaften und positiven Entwicklungen im Rechtsbereich sehen können. Nun ist es natürlich auch eine umso größere Verantwortung und Ehre als Ihr Nachfolger die HSS in der Mongolei zu vertreten. Wir wollen die erfolgreiche Arbeit im Rechtsbereich fortsetzen, aber auch neue Thematiken aufgreifen, z.B. wenn es um Umweltthemen geht oder den Klimawandel als globale Herausforderung. Hier freuen wir uns auf eine positive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Partnern in der Mongolei in den kommenden Jahren.“